Der Rundgang verbindet fünf kartierte Stationen vom historischen Eingangsbereich an der Ungererstraße bis in den nördlichen Friedhofsteil. Im Mittelpunkt stehen die von Hans Grässel geprägte Architektur, spätere Urnenbauten und der Ehrenhain für Luftkriegsopfer.
Den Rundgang vorbereiten
Prüfen Sie vor dem Besuch die saisonalen Öffnungszeiten und speichern Sie den offiziellen PDF-Plan von der Seite Friedhofsplan. Die interaktive Karte zeigt die fünf Stationen; der PDF-Plan hilft bei der Einordnung der Wege und Grabfelder.
Beginnen Sie an der Besucheradresse Ungererstraße 130. Die Stationen bilden eine nachvollziehbare Reihenfolge, aber keine eingezeichnete oder vermessene Route.
Rundgang zur Orientierung
5 Stationen als Orientierung
Die Reihenfolge ist ein Vorschlag. Nutzen Sie vor Ort die vorhandenen Friedhofswege und prüfen Sie die Stationen auf der interaktiven Karte.
Aussegnungshalle und Leichenhalle
Koordinaten: 48.1747138, 11.5997437
Sphingen am Eingangsportal
Koordinaten: 48.1748552, 11.5992708
Urnenwände
Koordinaten: 48.1738080, 11.6015496
Urnenhalle
Koordinaten: 48.1767961, 11.6059480
Ehrenhain für Luftkriegsopfer
Bronzedenkmal von Hans Wimmer; der Ort ist als rollstuhlgerecht ausgewiesen.
Koordinaten: 48.1769272, 11.6032116
Die fünf Stationen einordnen
1. Aussegnungshalle und Leichenhalle
Die zwischen 1896 und 1899 nach Entwürfen von Hans Grässel errichteten Bauten markieren den historischen Eingangsbereich. Der achteckige Kuppelbau ist das architektonische Erkennungszeichen des Nordfriedhofs.
2. Sphingen am Eingangsportal
Die beiden rekonstruierten Sphingen stehen am Portal der Aussegnungshalle. Die erste Skulptur kehrte 2019 zurück, die zweite folgte 2020. Von hier aus erschließt sich der Übergang vom Eingangsgebäude in die symmetrisch gegliederte Anlage.
3. Urnenwände
Urnenwände gehören zu den Gestaltungselementen, die das Gelände strukturieren. Die Kartenmarkierung dient als Orientierungspunkt auf dem Weg vom Eingangsbereich in Richtung Urnenhalle.
4. Urnenhalle
Die von Eugen Jacoby geplante Urnenhalle wurde 1962 ergänzt. Sie liegt östlich der vorangegangenen Stationen und zeigt eine spätere bauliche Entwicklungsphase des Friedhofs.
5. Ehrenhain für Luftkriegsopfer
Im nördlichen Teil endet die Folge am Ehrenhain. Dort sind 2.099 Menschen bestattet; das Bronzedenkmal stammt von Hans Wimmer. Der Ort verbindet die räumliche Orientierung mit der Erinnerung an die Opfer des Luftkriegs.
So nutzen Sie die Reihenfolge
Folgen Sie zwischen den Stationen ausschließlich den vorhandenen Friedhofswegen. Für Weglänge, Dauer, Steigungen und durchgehende Barrierefreiheit liegen keine belastbaren Angaben vor.
Der Rundgang ist kein ausgewiesener Rundweg und enthält keinen berechneten Rückweg zum Ausgang. Nutzen Sie die Kartenfilter, wenn Sie zusätzlich Wasserstellen, Zugänge oder Verkehrshaltestellen einblenden möchten.
Orientierung statt Grabsuche
Die Stationen erschließen Architektur und Erinnerungskultur des Nordfriedhofs. Der Rundgang dient nicht der Suche nach einer einzelnen Grabstätte. Dafür benötigen Sie eine konkrete Lageangabe; die Seite Grabsuche erklärt den Umgang mit Grabnummer, PDF-Plan und fehlenden Koordinaten.